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Das Spinnennetz - Ein beeindruckendes Kunstwerk

Ein Spinnennetz (Radnetz)

Viele Menschen haben Angst oder ekeln sich vor Spinnen. Spinnennetze in Wohnungen entfernt man auch so schnell wie möglich wieder. Es ist auch unangenehm, wenn man irgendwo selbst in ein Spinnennetz läuft. Aber etwas genauer betrachtet ist solch ein Netz ein wahres Meisterwerk.
Es gibt viele verschiedene Arten von Netzen, aber das Radnetz (Bild oben) ist wohl das bekannteste und interessanteste und soll nachfolgend etwas näher beschrieben werden:

Das Radnetz hat einen Durchmesser von ca. 25 Zentimetern und besteht aus 20 - 60 Meter Seidenfaden. Es ist fast unsichtbar, gleichzeitig jedoch elastisch und reißfest. Eine tödliche Falle für jedes Insekt.
Die Spinne verbraucht nur wenig Seide für ihr Fangnetz, denn für die körperinterne Seidenproduktion benötigt sie viel wertvolles Körperaufbau-Eiweiß.
Viele Radnetzspinnen weben jede Nacht ein neues Netz. Die Seide des alten Netzes wird dabei aufgefressen und wieder zu Eiweiß verarbeitet.

Und so webt die Spinne ihr Netz:

1.

Die Spinne zieht zunächst einen Querfaden zwischen zwei erhöhten Punkten und strafft diesen. Dann spinnt sie einen zweiten Faden zwischen diesen Punkten und seilt sich von diesem mittig ab. Netzbau Phase 1

2.

Als nächstes zieht sie den eben gesponnenen Faden straff und das Grundgerüst ist fertig. Netzbau Phase 2

3.

Um die Netzfläche zu vergrößern, zieht die Spinne nun einen Rahmen um das Grundgerüst. Netzbau Phase 3

4.

Jetzt werden die Speichen eingebaut. Dafür befestigt die Spinne einen losen Faden in der Netzmitte, läuft damit entlang den schon vorhandenen Speichen zur Mitte der gegenüberliegenden Seite, zieht ihn straff und befestigt ihn dort. Netzbau Phase 4

5.

Zuletzt werden zwischen den Speichen die Querverbindungen eingewebt. Im Zentrum beginnend, zieht die Spinne spiralförmig einen trockenen Faden zwischen den Speichen hindurch nach außen. Für die äußeren zwei Drittel benutzt die Spinne dann einen klebrigen Faden. Netzbau Phase 5

Fertiges Radnetz

Jede Spinnenart gibt ihrem Netz zum Schluss ein eigenes Aussehen. Viele schneiden beim Übergang von trockener zu klebriger Seide die Querverbindungen wieder heraus. Andere Spinnenarten schneiden das Zentrum gänzlich heraus. Eine weitere Variante ist einzelne Speichen mit einem für jede Art typischen Zickzackmuster zu verbinden.
Es dürfte klar sein, dass die Spinne immer weiß, wo sie hintritt, sonst würde sie ja selbst kleben bleiben.

Der Seidenfaden - Nachbau bisher unmöglich

Die Natur hat die Spinnen mit einem Stoff ausgestattet, dessen Zusammensetzung die Forscher seit geraumer Zeit herausfinden wollen: die Seide der Fäden. Zum einen ist die Seide hochelastisch, dabei aber auch unglaublich stabil.
Alle Versuche, dieses "Wundermaterial" künstlich herzustellen, scheiterten bis zum heutigen Tag. Und auch die Spinnen wollen ihr Geheimnis nicht verraten, denn in Gefangenschaft gehaltene Spinnen produzieren zum Leidwesen der Forscher nur sehr wenig Seide.

Die Spinnenseide ist fester als Stahl, dehnbarer als Nylon und wasserfest. Die Spinne ist eine perfekte chemische Fabrik. Sie formt nicht nur ein phantastisches Produkt, sie liefert auch die Rohstoffe dafür in genau der richtigen Menge und ohne schädliche Abfallprodukte.
Die Spinnenseide wird beim Netzbau direkt aus einer Molekülsuppe geformt. Einige Webspinnen stellen bis zu sieben verschiedene Seidenarten her.
Unter dem Elektronenmikroskop zeigen sich erste Erkenntnisse:
Ein Haltefaden besteht aus mehreren Einzelsträngen. Das erklärt die enorme Reißfestigkeit. Zuckermoleküle auf der Oberfläche halten die Feuchtigkeit. Feine Strukturen verleihen dem Faden seine Elastizität.

Nicht nur die kunstvolle Konstruktion macht Spinnennetze so stabil, sondern auch ihre chemische Zusammensetzung. Auf der ganzen Welt wollen Forscher das Geheimnis des biologischen Wundermaterials entschlüsseln.
Am Institut für molekulare Biotechnologie in Jena werden die Spinndrüsen analysiert. Hier werden die Gene exprimiert, die für die Produktion zuständig sind. Auch an der Universität von Wyoming in den USA konnten Wissenschaftler vor einigen Jahren den genetischen Code der Spinnseide knacken.
Jedoch herstellen kann man diesen Stoff immernoch nicht ...




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