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Unworte des Jahres

Seit 1991 werden jährlich die "Unworte des Jahres" von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) durch eine unabhängige Jury gekürt. Sprachliche Missgriffe, die im jeweiligen Jahr besonders aufgefallen sind werden dabei bewertet. Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen kommen auf den Prüfstand und nur die abartigsten Wortschöpfungen, die im laufenden Jahr neu entstanden sind schaffen es an die Spitze.
Jährlich werden alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, derartige Begriffe zu vorzuschlagen. Die Vorschläge können aus allen Bereichen der öffentlichen Kommunikation stammen, aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Kulturinstitutionen oder Medien, und sollen in jedem Fall eine Quellenangabe enthalten.
Vorschläge werden während des ganzen Jahres entgegengenommen, die intensive Sammelphase liegt aber jeweils zwischen Oktober und Anfang Januar; die danach in einer Sitzung der Jury gefällte Entscheidung wird über die Medien bekanntgegeben.

Folgende "Unworte des Jahres" wurden bisher jährlich vergeben:

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1991

Sieger: ausländerfrei Parole, die besonders bekannt wurde bei Angriffen auf eine Ausländerunterkunft im sächsischen Hoyerswerda
Platz 2: durchrasste Gesellschaft Mischung der Deutschen mit Ausländern; Edmund Stoiber
Platz 3: intelligente Waffensysteme aus der Golfkriegsberichterstattung
Platz 4: Personalentsorgung für Entlassungen
Platz 5: Warteschleife Phase sozialer Unsicherheit von Arbeitskräften in den östlichen Bundesländern

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1992

Sieger: ethnische Säuberung Gebraucht zur Beschönigung von Massenmord im Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien
Platz 2: weiche Ziele militärsprachl. Umschreibung für Menschen
Platz 3: auf-/abklatschen tätliche und tödliche Angriffe auf Ausländer
Platz 4: aufenthaltsbeendende
Maßnahmen
Abschiebungen im sog. Asylkompromiß; GG Art. 16a
Platz 5: Beileidstourismus für Trauerkundgebungen anlässl. der Morde von Mölln

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1993

Sieger: Überfremdung Scheinargument gegen Zuzug von Ausländern
Platz 2: kollektiver Freizeitpark Unterstellung einer sozialpolitische Wunschvorstellung; Helmut Kohl
Platz 3: Sozialleichen Verstorbene, die aus völliger Verelendung stammen; Objekte für Auto-Crashtests
Platz 4: schlanke Produktion
(lean production)
Unternehmensstrategie mit Arbeitsplatzvernichtung
Platz 5: Selektionsrest für schwerstbehinderte Kinder, die nicht in "Normalklassen" integriert werden können

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1994

Sieger: Peanuts Äußerung des damaligen Deutsche-Bank-Vorstandssprechers Hilmar Kopper zu Verlusten kleiner Firmen im Zuge des Schneider-Bankrotts
Platz 2: Besserverdienende Pseudodefinition für neue staatliche Einnahmequellen
Platz 3: Dunkeldeutschland Ironismus für östliche Bundesländer
Platz 4: Buschzulage Gehaltszulage für sog. Aufbauhelfer in den östlichen Bundesländern
Platz 5: Freisetzungen für Entlassungen

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1995

Sieger: Diätenanpassung Beschönigung der Diätenerhöhung im Bundestag
Platz 2: Altenplage Beleidigung der älteren Generation
Platz 3: biologischer Abbau Zynismus für Ausscheiden aus dem Arbeitsleben
Platz 4: sozialverträglicher Stellen-/
Arbeitsplatzabbau
schönfärberische Umschreibung für Entlassungen
Platz 5: abfackeln
(von Sachen und Menschen)
jugendsprachl. zynische Gleichsetzung

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1996

Sieger: Rentnerschwemme falsches, Angst auslösendes Naturbild für einen sozialpolitischen Sachverhalt
Platz 2: Flexibilisierung Bezeichnung für eine betriebswirtschaftliche Strategie, die den Wert aktiver individueller "Flexibilität" leugnet, diesen Begriff aber schönfärberisch ausbeutet
Platz 3: Outsourcing Imponierwort, das der Auslagerung/Vernichtung von Arbeitsplätzen einen seriösen Anstrich zu geben versucht
Platz 4: Umbau des Sozialstaats missbräuchliche Verwendung einer [Auf-] Baumetapher
Platz 5: Gesundheitsreform missbräuchliche Verwendung des positiv besetzten Begriffs "Reform"
Platz 6: Sozialhygiene höchst problematische Anwendung von Hygienevorstellungen auf soziale Sachverhalte; vgl. "Rassenhygiene", "ethnische Säuberungen"

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1997

Sieger: Wohlstandsmüll Aussage des früheren Nestlé-Managers, Helmut Maucher, zur Umschreibung arbeitsunwilliger oder -unfähiger Menschen
Platz 2: Organspende Pervertierung der Begriffe "Spende / spenden" in der Transplantationsmedizin
Platz 3: Blockadepolitik/-politiker diffamierende Unterstellung einer argumentationslosen Verweigerungshaltung
Platz 4: neue Beelterung bürokrat. Umschreibung neuer Erziehungsberechtigter, die an die Stelle der leiblichen Eltern treten sollen

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1998

Sieger: sozialverträgliches Frühableben Äußerung des Ärztekammerpräsidenten Karsten Vilmar zu den Folgen der Bonner Gesundheitsreform
Platz 2: Belegschaftsaltlasten Abfallmetapher für Mitarbeiter, die ein Betrieb gern wieder loswerden möchte
Platz 3: Humankapital als Bezeichnung von Kindern!
Platz 4: Moralkeule fatale Koppelung von "Moral" und einem Totschlaginstrument; Martin Walser

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 1999

Sieger: Kollateralschaden NATO-Begriff für ungewollte zivile Opfer im Kosovokrieg

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2000

Sieger: National befreite Zone Zynisch heroisierende Umschreibung einer Region, die von Rechtsextremisten terrorisiert wird
Platz 2: überkapazitäre Mitarbeiter Reduzierung von zu entlassenden Arbeitnehmern auf rein betriebswirtschaftliche Größen
Platz 3: Separatorenfleisch seriös klingende, bei BSE-Verdacht besonders unangemessene Bezeichnung von Schlachtabfällen
Platz 4: "Dreck weg!" CDU-Parole in Darmstadt, die sich auch gegen "missliebige" Menschen richtete

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2001

Sieger: Gotteskrieger Selbst- und Fremdbezeichnung der Taliban und Al-Kaida-Terroristen, oft ohne kritische Distanz zum pseudoreligiösen Anspruch verwendet
Platz 2: Kreuzzug pseudoreligiöse Verbrämung kriegerischer Vergeltungsmaßnahmen; US-Präsident George W. Bush
Platz 3: Topterroristen verharmlosende und positivierende Benennung von Osama bin Laden
Platz 4: therapeutisches Klonen zweifelhafte Wortzusammenstellung um Manipulationen am menschlichen Erbgut gegen Krankheiten/für Therapien in nicht absehbarer Zeit zu rechtfertigen
Platz 5: Gewinnwarnung von Aktionären verwendeter sachlich falscher Begriff, der vor geringeren Gewinnen als erwartet warnt

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2002

Sieger: Ich-AG Reduzierung von Individuen auf sprachliches Börsenniveau
Platz 2: Ausreisezentrum Behördenterminus für Sammellager, aus denen abgewiesene Asylbewerber abgeschoben werden
Platz 3: Zellhaufen Sprachliche Verdinglichung von Biotechnikern für einen menschlichen Embryo

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2003

Sieger: Tätervolk Vorwurf einer Kollektivschuld anstelle der Benennung von Untaten einzelner Tätergruppen, verwendet vom ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann in einer Rede zum 3. Oktober
Platz 2: Angebotsoptimierung Beschönigung von Dienstleistungsminderungen, etwa Stilllegung von Bahnstrecken; ähnlich "Briefkastenoptimierung"
Platz 3: Abweichler Diskriminierung von Bundestagsabgeordneten, die Gewissensentscheidung über Fraktions-/Koalitionszwang stellten

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2004

Sieger: Humankapital Degradierung von Menschen zu ökonomischen Größen
Platz 2: Begrüßungszentren sprachliche Verniedlichung von Auffanglagern für afrikanische Flüchtlinge; diese Wortbildung ist kongenial zu dem schon offiziellen Namen Ausreisezentrum für Abschiebehaftanstalten
Platz 3: Luftverschmutzungsrechte nicht nur ökologisches Unding, das Wort trägt vielmehr auch dazu bei, "Treibhausgasemissionen" für unbedenklich zu halten, weil ihr Handel rechtlich geregelt wird

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2005

Sieger: Entlassungsproduktivität Gewinne aus Produktionsleistungen eines Unternehmens, nachdem zuvor zahlreiche für "überflüssig" gehaltene Mitarbeiter entlassen wurden.
Platz 2: Ehrenmord inakzeptable Berufung auf eine archaische "Familienehre" zur Rechtfertigung der Ermordung eines meist weiblichen Familienmitglieds.
Platz 3: Bombenholocaust widerliche Umschreibung der Zerstörung Dresdens, womit der millionenfache Mord im eigentlichen Holocaust heruntergespielt werden soll
Platz 4: Langlebigkeitsrisiko unsensibler Fachterminus für das Versicherungsrisiko, das dadurch entsteht, dass Versicherte länger leben als kalkuliert (vgl. auch "Todesfallbonus").

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2006

Sieger: Freiwillige Ausreise Die Freiwilligkeit einer solchen Ausreise von Asylbewerbern aus der Bundesrepublik kann in vielen Fällen bezweifelt werden. Damit steht das Wort in einem schiefen Verhältnis zur Realität
Platz 2: Konsumopfer Damit hat der Modemacher Wolfgang Joop extrem schlanke, letztlich magere Models beschrieben, die zu Lasten ihrer Gesundheit für das Schönheitsideal der Konsumgesellschaft hungern müssten.
Platz 3: Neiddebatte Der ehemalige Bundesbankchef Ernst Welteke hat damit die ernsthafte Diskussion um die Angemessenheit von Millionenbezügen bestimmter Spitzenmanager auf die Stufe eines klein karierten Neides herabgewürdigt.

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Unwort des Jahres 2007

Sieger: Herdprämie Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen, anstatt einen Krippenplatz in Anspruch zu nehmen.
Platz 2: klimaneutral Kritisiert wird der Versuch, mit diesem Begriff für eine Ausweitung des Flugverkehrs oder eine Steigerung anderer CO2-haltiger Techniken zu werben, ohne dass dabei deutlich wird, wie diese Klimabelastungen "neutralisiert" werden sollen.
Platz 3: entartet Diese Formulierung kommt von Kardinal Meisner (Köln), wonach Kunst und Kultur "entartet", wenn sie ihre religiöse Bindung verliert. "Entartete Kunst" war ein NS-Schlüsselbegriff, mit dem missliebige Künstler und ihre Werke diffamiert und "beseitigt" wurden.

| 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 |
| 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |

Außerdem wählte die Jury im Jahr 2000 den Begriff "Menschenmaterial" zum "Jahrhundert"-Unwort.




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